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Kettenkrad Nr. 3

Kurze Zeit, nachdem ich Kettenkrad Nr. 2 gekauft hatte, bekam ich noch ein interessantes Angebot aus der Schweiz. Ein Kettenkrad aus Nachkriegsproduktion in sehr gutem Originalzustand. Nie restauriert, mit 2.500 km auf dem Tacho, alle Teile vorhanden, unverbastelt und original!

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Hier rollt Kettenkrad Nr. 3 aus dem FIAT DUCATO direkt in meine Werkstatt. Scheinwerfer und Seitenlampen sind original für die Nachkriegsproduktion.

Baujahr ist 1948 (steht auf dem Fabrikschild) oder 1949 (steht in den Papieren). Fahrgestellnummer ist 549 (Nachkrieg). Das Fahrzeug wurde von NSU erst im Jahre 1951 (!) verkauft.

Es ist ein sehr spätes Kettenkrad. Die Aufzeichnungen von NSU sagen aus, dass nach dem Ende des 2. Weltkriegs noch 550 Kettenkräder gebaut wurden. Dies ist Nummer 549, möglicherweise ist es das vorletzte jemals gebaute Kettenkrad!

Das Vorderrad ist beschädigt und der Vorbesitzer ist immer ohne Vorderrad gefahren. (Dies wird in der Bedienungsanleitung für die Fahrt in schwerem Gelände ausdrücklich empfohlen!)

Kettenkrad Nr. 3 hat eine interessante Farbgebung: Das komplette Fahrzeug ist grün lackiert und es sicht so aus, als ob diese grüne Lackierung im Werk aufgebracht wurde.

Unter der grünen Farbe sind einige Teile schwarz (Vordergabel, Vorderrad, Batterie- und Werkzeugkasten, äußere Laufräder) und einige Teile sind sandgelb (Motorhaube, innere Laufräder, Lenker).

Diese seltsame zweifarbige Lackierung sieht man auch auf dem offiziellen Werksbild des 500. Nachkriegs-Kettenkrades auf dem Fließband.

Wer weiss mehr über die originale Lackierung der Nachkriegs-Kettenkräder?

Hier sind einige weitere Detailbilder von Kettenkrad Nr. 3:

Der OPEL Motor

Der Motor. Motor-Nr. 4800030. Es ist der Originalmotor, die Motornummer steht auch auf dem Fabrikschild. Die Nummer sagt, dass es der 30. Motor ist, welchen OPEL im Jahre 1948 gebaut hat.

Das Bild zeigt den Motor von der linken Seite. Im Kettenkrad sitzt der Motor mit der Kupplung nach vorn und der Wasserpumpe nach hinten. Oberhalb der Wasserpumpe sitzt der Kühlwasserausgleichsbehälter. Der Motor hat keinen Ölfilter. Die Verteilerkappe ist nicht original.

Klick auf die kleinen Bilder, um sie in voller Größe zu laden!

Und so sieht der Motor heute (Februar 2006) aus. Er ist mittlerweile restauriert und läuft einwandfrei.
Man beachte die korrekte Montage des OPEL/CARTER Vergasers: Die Schwimmerkammer zeigt zur Kupplungsseite, also im eingebauten Zustand in Fahrtrichtung nach vorn.

Armaturenbrett mit originalen Instrumenten.Das Armaturenbrett mit den originalen Instrumenten. Auch der Zündschlüssel (in der Mitte) und der Abblendschalter (rechts) sind original. Da die Kettenkräder ab Sommer 1944 keine Scheinwerfer mehr hatten, befanden sich seit dieser Zeit der Zündschalter und der Abblendschalter im Armaturenbrett.

© Andreas Mehlhorn 2002-2009