Die frühen Kettenkräder hatten zwei Scheinwerfer: Den BOSCH Motorradscheinwerfer
EAS 170x2 oben an der Gabel und den NOTEK Tarnscheinwerfer darunter auf dem vorderen
Schutzblech.
Der EAS 170 war ein normaler Motorradscheinwerfer, wie er auch bei
den schweren Maschinen der Marken NSU und BMW verwendet wurde. Es gab ihn mit und
ohne Loch für den Tachometer sowie mit Zündschloß für Magnetzündung und für Batteriezündung.
Für das Kettenkrad braucht man die Ausführung ohne Tachometerloch und mit Zündschloß für Batteriezündung.
| Klick auf das Bild um die größere Version zu laden! |
Der Durchmesser des Glases am Lichtaustritt beträgt 170 mm. Daher die Typbezeichnung. Der Außendurchmesser des Lampenrings und des Lampengehäuses beträgt etwa 193 mm. Das Glas hat die BOSCH-Bestellnummer LFE 74/2 X.
Im Inneren des Scheinwerfers sitzt der elektrische Abblendschalter, welcher über einen Bowdenzug vom Abblendhebel am rechten Lenkerende mechanisch betätigt wird. Das Gehäuse des Abblendhebels am Lenker trägt auch den Hupenknopf.
Ab 1944, schon vor der Einführung der hydraulisch gedämpften Vordergabel, wurde der Motorradscheinwerfer weggelassen. Ab diesem Zeitpunkt hatte das Kettenkrad vorn nur noch den NOTEK Tarnscheinwerfer auf dem Kotflügel.
Zwischen den Gabelholmen wurde dann ein Abdeckblech eingeschweisst, an welches oben der "Schutzlappen am Lenker" angeschraubt wurde. Der Scheinwerfer war ja nicht mehr da.
Die späte hydraulisch gedämpfte Gabel besitzt daher original niemals Halterungen für den großen BOSCH EAS 170 Scheinwerfer. Wenn man heute Kettenkräder mit der großen hydraulisch gedämpften Gabel und einem großen BOSCH Scheinwerfer sieht, so ist das nicht original, sondern meist der Tatsache geschuldet, dass man für eine Straßenzulassung einen Scheinwerfer braucht.
Ausserdem sieht das Kettenkrad mit dem großen Scheinwerfer eben viel cooler aus.